2 In Persönlichkeitsentwicklung

Warum ich meinen Job kündigte, obwohl er mein Traumjob ist.

Warum ich meinen Job kündigte

Warum ich meinen Job kündigte, obwohl er mein Traumjob ist.

Wer mir schon ein bisschen länger folgt, weiß, dass ich mit Hingabe Ergotherapeutin bin. Und meine Hauptgründe, warum ich meinen Job kündigte, erfährst du heute von mir in diesem kleinen Artikel. 🙂 Während ich jetzt hier in Australien in einem Hostel sitze, wird mir immer klarer, welch wundervolle Entscheidung das für mich war. Denn ich habe in den letzten Monaten wieder viel über mich selbst, die Welt und das Verhalten anderer Menschen und Kulturen gelernt. Das Reisen ist für mich wie eine Schule. Egal, ob ich alleine oder mit jemand anderem unterwegs bin.

Reisen bedeutet Lernen.

Damit komme ich auch schon zum ersten Grund. Genau diesen. Reisen = Schule. Die Schule des Lebens. Die Schule des Entdeckens. Die Schule des Experimentierens. Die Schule des Verlassens der Komfortzone. Die Schule der Selbstständigkeit. Die Schule der Problemlösung. Die Schule der Empathie. Die Schule des Wiederankommens … Ich könnte eine ellenlange Liste aufzählen. Und dies kann durch keine Mathestunde in einem kleinen, vielleicht auch noch stickigen Raum, ersetzt werden. Genauso wie in der Schule oder im Beruf ist das Reisen – ich rede hier nicht von einer Pauschalreise – nicht immer einfach, aber es gibt mir viel mehr zur Entfaltung meiner selbständigen Persönlichkeit und beinhaltet eine intensivere Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich und mit meiner Außenwelt. Themen, die einen gerade beschäftigen, können nicht so leicht zur Seite geschoben werden und müssen aufgearbeitet werden.

Integrieren der aufgefrischten Fähigkeiten.

Der zweite Grund ist auf jeden Fall das integrieren meiner Erfahrungen in meinen Job, den ich demnächst definitiv wieder antreten werde. Vorhin habe ich zum Beispiel die Empathie und die Problembewältigung als „Lehrer“ erwähnt. Diese benötige ich in meinem sozialen Beruf ständig, bzw. sind sie ein grundlegendes Element meines täglichen Alltags im Klinikum. Werden diese auf der Reise zum Beispiel durch bestimmte Begebenheiten gestärkt, kann ich sie auch gut in meinen Alltag integrieren. Also ist das Reisen für dich auch eine gute Möglichkeit, um dich auf die sozialen Fähigkeiten in deinem Beruf einzustellen. Klar, benötigt man eine kurze Zeit, um sich wieder in den Job einzufinden, aber dann, mit einer anderen, möglicherweise feineren und zufriedeneren Sichtweise, für das, was man hat.

Zufriedenheit, Geben & Liebe.

Drittens möchte ich gleich auf den vorhergehenden Satz eingehen. Man wird zufriedener, mit dem, was man hat. Man lernt, die kleinen Dinge zu schätzen. Man lernt, dass es nicht immer eine weite Reise sein muss, auf der man viele Abenteuer erlebt. Man lernt, dass diese Reise viel mehr ins Innere gehen kann und dass es so viele Menschen auf der Welt gibt, die hungern, aber trotzdem Glück empfinden und anderen sogar noch etwas von ihrem Essen abgeben, auch, wenn sie mehr haben, als sie sich selbst je erdenken können. Man lernt, zu Geben. Das Geben ist für mich ein ganz wichtiger Punkt, denn da mir auch schon oft geholfen wurde, ohne etwas zurückzuverlangen, möchte ich diese Art und Weise, jemandem mit Liebe zu begegnen, einfach fortsetzen. Ja, Liebe. Man lernt die Liebe zu leben, zu geben, zu teilen. <3

Inspiration & mehr Stärke für neue Herausforderungen.

Und warum habe ich jetzt meinen Traumjob gekündigt? Weil ich all diese Dinge wieder erleben und auffrischen wollte und weil sie mich in meinem Leben einfach positiv weiterbringen. Es gibt noch viel mehr Gründe dafür. Zum Beispiel die Inspiration. Die Motivation. Der Wechsel von Entspannung und Anspannung. Das Erkennen der eigenen Grenzen. Die Unabhängigkeit. Die AUSzeit. Ja, die Auszeit, die ich mir gegönnt habe, hat sich sowas von gelohnt und das Gefühl von Freiheit zu spüren, war und ist für mich einfach unvergleichlich.

Auch, wenn ich Mitte Mai wieder arbeiten werde, ich werde wahrscheinlich vieles aus einem anderen, erfrischenden Blickwinkel sehen und Herausforderungen besser annehmen und durchführen können. Ich genieße es, im hier und jetzt zu leben. Und auch im Job kann man es genießen. Und wenn es nicht der richtige ist, warum nicht wechseln? Keiner ist an einen Ort gebunden. Keiner muss sich festlegen. TU, WAS DEINER SEELE GUT TUT! 😉

Und mit diesem Satz möchte ich dich gerne Bestärken, einfach das zu tun, was dir gerade gut tut und auch mal einen Scheiß darauf zu geben, was andere über dein Vorhaben denken und reden. Denn das, was und wie du es tust, ist gut so!

Dankeschön, dass du meinen Beitrag bis hier her durchgelesen hast. Wie ist oder war es bei dir? Was sind deine Gründe für eine Auszeit? Ich freu mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren!

With heart and creativity

 

 

 

 

 

 

 

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2 Comments

  • Reply
    Magdalena
    25/02/2018 at 11:42

    Hallo Jasmin,
    sehr schöner Artikel, der in vielen Punkten auf mich zutrifft. Ich muss mich noch etwas gedulden, denn meine Auszeit startet erst nächstes Jahr, aber auch ich will diese Zeit nutzen, um mich noch besser kennen zu lernen und auch darüber nachzudenken, wie es für mich weiter geht. Denn an sich mag ich meinen Job. Aber trotzdem gibt’s es momentan mehr Tage, an denen ich nicht aufstehen will als umgekehrt. Das liegt sicher an der Firma, in der ich mich nicht ganz wohl fühle, aber vielleicht sind da auch noch ein paar andere Gründe, zu denen ich vorstoßen muss.

    Viele liebe Grüße nach Australien und noch weiter eine tolle Zeit!

    Magdalena

    • Reply
      backpacktherapy
      26/02/2018 at 00:16

      Hi Magdalena!
      Genau, eine solche Zeit ist wirklich sehr wertvoll für dein Vorhaben! Ich wünsche dir alles, alles Liebe und Gute dafür und vor allem, dass du dich und die Welt dabei besser kennenlernst 🙂 Und ich kann es aber sehr gut nachvollziehen, was du schreibst, denn ich bin auch nicht immer mit Vorliebe früh aufgestanden! Vor allem eine Zeit lang vor meiner „Auszeit“ war das extrem bei mir.
      Liebste Grüße zurück nach Deutschland,
      Jasmin

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